BWL-Trainer · Produkt- & Preispolitik
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📦 Was ist Produktpolitik?

Alle Entscheidungen zur Gestaltung des Leistungsangebots – das Herzstück des Marketing-Mix. Kernfrage: Was bieten wir dem Kunden an, welchen Nutzen stiftet unser Produkt?

Produktgestaltung Sortimentspolitik (Breite & Tiefe) Servicepolitik Markenpolitik Produktinnovation
Produktdifferenzierung: mehrere Varianten für unterschiedliche Zielgruppen – die alten Varianten bleiben im Angebot.
Produktvariation: ein bestehendes Produkt wird geändert, die alte Version verschwindet vom Markt (Modellpflege, Facelift).

🧩 Die 5 Bausteine der Produktpolitik

{{ bauArrow }}

Produktpolitik ist mehr als nur „das Produkt selbst" – sie umfasst fünf Teilbereiche, die zusammen das gesamte Leistungsangebot formen.

🎨
1. Produktgestaltung
Das eigentliche Kernprodukt und wie es physisch beim Kunden ankommt.
Entscheidungen: Funktionen, Qualität, Design, Verpackung
Bsp.: Apple entscheidet sich beim iPhone für ein minimalistisches Design, eine exzellente Kamera (Funktion) und eine edle, passgenaue Schachtel (Verpackung).
🗂️
2. Sortimentspolitik
Die Auswahl im Laden/Onlineshop – Breite (Produktlinien) und Tiefe (Varianten je Linie).
Entscheidungen: Sortimentsbreite & Sortimentstiefe
Breite: Samsung verkauft Fernseher, Kühlschränke, Smartphones & Staubsauger (sehr breit).
Tiefe: Das Galaxy S24 gibt es in 3 Speichergrößen & 5 Farben (tief bei einer Linie).
🛠️
3. Servicepolitik
Alles, was als Dienstleistung um das physische Produkt herum passiert.
Entscheidungen: Garantie, Reparaturservice, Beratung, Lieferung, Installation
Bsp.: Bei einer Einbauküche sind die Holzschränke die Produktgestaltung – Beratung im Möbelhaus, Aufbauservice & 10-Jahres-Garantie gehören zur Servicepolitik.
🏷️
4. Markenpolitik
Der Name und das Gefühl, das im Kopf des Kunden entstehen soll.
Entscheidungen: Markenname, Markenimage, Markenarchitektur (Haupt-/Untermarken)
Bsp.: Red Bull verkauft letztlich nur Limonade, hat aber durch Markenpolitik ein Image von Extremsport, Energie & Abenteuer aufgebaut.
💡
5. Produktinnovation
Märkte verändern sich – Produkte dürfen nicht stehen bleiben.
Entscheidungen: Neuentwicklung, Produktverbesserung oder neue Variante
Bsp.: VW stellt den Golf VII ein und bringt den optisch angepassten Golf VIII → typische Produktvariation (alte Version verschwindet vom Markt).
📌 Merke
Alle 5 Bausteine wirken zusammen: das Kernprodukt (Gestaltung) wird durch Sortiment, Service, Marke und ständige Innovation zu einem vollständigen Marktangebot ergänzt.

🎬 Video: Produktpolitik erklärt

{{ vidArrow }}

Schau dir das Video als Einstieg an – danach kannst du oben alles im Detail nachlesen.

Falls das Video hier nicht abspielt: direkt auf YouTube ansehen ↗

📈 Der Produktlebenszyklus

Skizzieren können!

Der zeitliche Verlauf von Umsatz und Gewinn eines Produkts – von der Markteinführung bis zur Elimination. Klicke auf eine Phase, um ihre Merkmale zu sehen.

Umsatz / Gewinn Zeit Break-even Gewinnmaximum Umsatzmaximum Verlustzone {{ z.label }} Umsatz Gewinn
Phase: {{ plzSelName }}
Umsatz: {{ plzSelUm }} Gewinn: {{ plzSelGw }} Strategie: {{ plzSelStrat }}
{{ m }}
Phase
Einführung
Wachstum
Reife
Sättigung
Rückgang
Umsatz
gering
steigend
Maximum
stagniert/sinkt
sinkend
Gewinn
negativ
steigend
Max., sinkt dann
sinkt
minimal
Strategie
Bekanntheit aufbauen
Marktanteil sichern
Gewinn maximieren
Differenzieren
Kosten senken

💡 Warum liegt das Gewinnmaximum VOR dem Umsatzmaximum?

Ab der Reifephase wirken drei Effekte gleichzeitig auf den Gewinn:

1Preise sinken → weniger Erlös pro Stück (Preiskampf durch Konkurrenz)
2Werbekosten steigen → die Marktposition muss verteidigt werden
3Variationskosten → neues Design, neue Technik kosten Geld

Der Umsatz (Menge × Preis) steigt trotzdem noch, weil die steigende Menge die sinkenden Preise zunächst kompensiert. Der Gewinn (Umsatz − Kosten) wird von beiden Seiten gedrückt – und kippt früher.

🤔 Denk mal!

In welcher Phase befinden sich iPhone, klassische Festnetztelefone und Falthandys? Begründe!

Denkanstoß: iPhone → Reife mit regelmäßigem Relaunch (neue Generationen). Festnetz → Rückgang (Substitution durch Mobilfunk). Falthandys → Relaunch: früher Rückgang, als Foldables neuer Zyklus.
⚠️ Merke: Der PLZ ist ein idealtypisches Modell! Phasenlängen variieren, nicht jedes Produkt folgt dem Muster, Übergänge erkennt man erst im Nachhinein.

🎬 Video: BCG-Portfolio erklärt

{{ vidBcgArrow }}

Schau dir das Video als Einstieg an – danach kannst du unten die Matrix interaktiv erkunden.

Falls das Video hier nicht abspielt: direkt auf YouTube ansehen ↗

🎯 BCG-Portfolio (Matrix)

Sehr wichtig!

Instrument der strategischen Unternehmensführung: Produkte werden nach Marktwachstum (y) und relativem Marktanteil (x) eingeordnet → daraus folgen Normstrategien. Klicke auf einen Quadranten!

← niedrig · Marktwachstum · hoch →
Question Marks
hohes Wachstum · niedriger rel. MA
investieren
Stars
hohes Wachstum · hoher rel. MA
wachsen
🐕
Poor Dogs
niedriges Wachstum · niedriger rel. MA
eliminieren
🐄
Cash Cows
niedriges Wachstum · hoher rel. MA
abschöpfen
← niedrig · relativer Marktanteil (Trennlinie 1,0) · hoch →
{{ bcgName }}
{{ m }}
Normstrategie – {{ bcgStrat }}: {{ bcgStratTxt }}
↔ PLZ: {{ bcgPlz }}
💰 Geldfluss: Cash Cows finanzieren die Question Marks und Stars von morgen. Ein gesundes Unternehmen braucht Produkte in allen Quadranten!
📐 Relativer Marktanteil
rel. MA = eigener Umsatz / Umsatz Hauptwettbewerber
> 1 → Marktführer < 1 → Wettbewerber ist stärker
✅ Vorteile
Einfach und übersichtlich · klare Ableitung von Normstrategien · gut für Präsentationen
❌ Nachteile
Nur 2 Kriterien (stark vereinfacht) · Konkurrenzdaten schwer ermittelbar · Verbundeffekte ignoriert · nur stärkster Wettbewerber betrachtet

🔗 Zusammenhang: BCG ↔ Produktlebenszyklus

Prüfungsklassiker!

Im Idealfall durchläuft jedes Produkt alle vier Quadranten – analog zu den PLZ-Phasen:

Question Marks
Einführung
Markt wächst stark, aber noch kein Marktanteil aufgebaut
Stars
Wachstum
Markt wächst stark UND man ist Marktführer geworden
🐄
Cash Cows
Reife / Sättigung
Markt wächst kaum noch, aber man bleibt Marktführer
🐕
Poor Dogs
Rückgang
Markt schrumpft UND der Marktanteil ist gering
📌 Merke: Das Marktwachstum (y-Achse) entspricht der PLZ-Phase → hohes Wachstum = Einführung/Wachstum, niedriges = Sättigung/Rückgang. Der relative Marktanteil (x-Achse) zeigt die Wettbewerbsposition → er entscheidet, ob man Marktführer ist, und bestimmt die Normstrategie. ⚠ Beides sind idealtypische Modelle!

💶 Was ist Preispolitik?

Alle Entscheidungen zur Festlegung und Durchsetzung von Preisen und Konditionen. Der Preis ist das einzige Marketinginstrument, das direkt Erlöse generiert – alle anderen verursachen erst mal Kosten.

💰 Kostenorientiert
Selbstkosten · Gewinnaufschlag · Break-even · Deckungsbeitrag
→ Preisuntergrenze
🙋 Nachfrageorientiert
Zahlungsbereitschaft · Preiselastizität · wahrgenommener Wert
→ Preisobergrenze
⚔️ Wettbewerbsorientiert
Konkurrenzpreise · Marktposition · Preisführerschaft
→ Marktpreisniveau
🏔️

Skimming (Abschöpfung)

Hoher Einführungspreis, der später gesenkt wird. Die Zahlungsbereitschaft der Early Adopters wird abgeschöpft.

✔ Innovative Produkte ohne direkte Konkurrenz, geringe Preissensibilität
📱 z. B. neue iPhone-Modelle, Tesla
🌊

Penetration (Durchdringung)

Niedriger Einführungspreis zur schnellen Marktdurchdringung. Ziel: hoher Marktanteil, Skaleneffekte, Wettbewerber abschrecken.

✔ Massenprodukte, viele Wettbewerber, preissensible Kunden
📱 z. B. Xiaomi Smartphones, Amazon Prime

🧾 Handelskalkulation

Schema beherrschen!

Der Handel kauft ein (Einkaufsseite) und schlägt dann Kosten + Gewinn auf (Verkaufsseite). Schau dir alle drei Richtungen an:

Frage: Zu welchem Preis muss ich verkaufen? Vom Einkaufspreis nach unten rechnen. Beispiel FrankenTrade (WLAN-Router):

PositionRechnungBetrag
Listeneinkaufspreis (LEP)gegeben89,00 €
− Lieferrabatt vom Hundert89,00 × 15 %13,35 €
= Zieleinkaufspreis (ZEP)75,65 €
− Lieferskonto vom Hundert75,65 × 2 %1,51 €
= Bareinkaufspreis (BEP)74,14 €
+ Bezugskostengegeben (Fracht)0,30 €
= Bezugspreis (Einstandspreis)74,44 €
+ Handlungskosten (HKZ)74,44 × 30 %22,33 €
= Selbstkosten (SK)96,77 €
+ Gewinn96,77 × 8 %7,74 €
= Barverkaufspreis (BVP)104,51 €
+ Kundenskonto im Hundert!104,51 / 0,98 − 104,512,13 €
= Zielverkaufspreis (ZVP)106,64 €
+ Kundenrabatt im Hundert!106,64 / 0,90 − 106,6411,85 €
= Listenverkaufspreis (netto)118,49 €
+ Umsatzsteuer118,49 × 19 %22,51 €
= Bruttoverkaufspreis (UVP)141,00 €

Frage: Der Marktpreis steht fest – was darf der Einkauf maximal kosten? Vom Bruttopreis nach oben ins Schema, also rückwärts rechnen. Beispiel Bluetooth-Speaker (Marktpreis 199 €):

PositionRechnungBetrag
Bruttoverkaufspreis (Marktpreis)gegeben199,00 €
− Umsatzsteuer199,00 − (199,00 / 1,19)31,77 €
= Listenverkaufspreis (netto)167,23 €
− Kundenrabatt vom Hundert167,23 × 10 %16,72 €
= Zielverkaufspreis (ZVP)150,51 €
− Kundenskonto vom Hundert150,51 × 2 %3,01 €
= Barverkaufspreis (BVP)147,50 €
− Gewinn auf Hundert!147,50 × 25 / 12529,50 €
= Selbstkosten (SK)118,00 €
− Handlungskosten auf Hundert!118,00 × 18 / 11818,00 €
= maximaler Bezugspreis100,00 €
🔍 Logik: Beim Rückwärtsrechnen ist der große Wert bekannt → Rabatt/Skonto einfach abziehen (vom Hundert). Gewinn (bezieht sich auf SK) und HKZ (bezieht sich auf Bezugspreis) beziehen sich auf einen kleineren, unbekannten Wert → „auf Hundert“: Betrag × Satz / (100 + Satz).

Frage: Einkaufspreis UND Marktpreis stehen fest – welcher Gewinn bleibt übrig? Von beiden Seiten zur Mitte rechnen:

⬇ Einkaufsseite: vorwärts bis SK
LEP (gegeben)89,00 €
− Lieferrabatt 15 %13,35 €
− Lieferskonto 2 % · + Bezug 0,30→ 74,44 €
+ Handlungskosten 30 %22,33 €
= Selbstkosten96,77 €
⬆ Verkaufsseite: rückwärts bis BVP
Marktpreis netto LVP (gegeben)115,00 €
− Kundenrabatt 10 % (vom Hundert)11,50 €
= ZVP 103,50 · − Skonto 2 %2,07 €
= Barverkaufspreis101,43 €
💰 Gewinn = BVP − SK = 101,43 − 96,774,66 €
Gewinn in % der SK: 4,66 / 96,77 × 100 = 4,8 %. Reicht das dem Unternehmen nicht, muss es günstiger einkaufen oder Kosten senken.

⚠️ Die häufigste Fehlerquelle: Im / Vom / Auf Hundert

Vom Hundert
Satz bezieht sich auf den bekannten Wert → einfach multiplizieren.
Abzug = Wert × Satz
Wo? Lieferrabatt, Lieferskonto (Einkaufsseite) + gesamte Rückwärts-Verkaufsseite.
Im Hundert
Satz bezieht sich auf den gesuchten, größeren Wert → rückwärts rechnen.
Aufschlag = Wert / (1 − Satz) − Wert
Wo? Kundenskonto, Kundenrabatt (Vorwärts-Verkaufsseite).
Auf Hundert
Satz bezieht sich auf den gesuchten, kleineren Wert (Basis unterhalb).
Abzug = Wert × Satz / (100 + Satz)
Wo? Gewinn & HKZ in der Rückwärtskalkulation.
🧠 Beispiel: 3 % Skonto auf 100 € BVP → 100 / 0,97 = 103,09 € (nicht 103,00 €!) – denn 3 % von 103,09 sind genau 3,09 €.

🤝 Konditionenpolitik (Kurzüberblick)

Rabatte: Mengen-, Treue-, Saisonrabatt Skonto: z. B. 2 % bei Zahlung in 10 Tagen Zahlungsziel: z. B. 30 Tage Lieferbedingungen & Boni

🧮 Vollkosten vs. Teilkosten – die große Übersicht

Zwei Rechensysteme, zwei Fragen: Die Vollkostenrechnung verteilt ALLE Kosten aufs Produkt („Was muss der Preis langfristig decken?“). Die Teilkostenrechnung trennt fixe und variable Kosten („Was bringt jedes verkaufte Stück wirklich?“).

VOLLKOSTENZuschlagskalkulation
▸ Alle Kosten (auch Gemeinkosten) werden über Zuschlagssätze auf das Produkt verteilt
▸ Weg: FM + MGK + FL + FGK + SEKf → Herstellkosten → + VwGK + VtGK → Selbstkosten → + Gewinn → Verkaufspreis
▸ Gut für: langfristige Preiskalkulation (Handels- & Industriekalkulation)
▸ Schwäche: Fixkosten werden „künstlich“ auf Stücke umgelegt
TEILKOSTENDeckungsbeitragsrechnung
▸ Trennt konsequent variable Kosten (kv, je Stück) und Fixkosten (Kf, als Block)
▸ Weg: p − kv = db → db · x = DB → DB − Kf = Gewinn
▸ Gut für: kurzfristige Entscheidungen – Preisuntergrenzen, Break-even, Zusatzaufträge
▸ Stärke: zeigt, ab wann sich etwas lohnt

🏭 Vollkostenrechnung: Kalkulationsschema Industrie

Beispiel BamberTech GmbH (CNC-Fräsmaschine) – die Zuschlagssätze kommen aus der Kostenstellenrechnung (BAB):

PositionRechnungBetrag
Fertigungsmaterial (FM)gegeben4.200,00 €
+ Materialgemeinkosten (MGK)4.200 × 12 %504,00 €
= Materialkosten4.704,00 €
Fertigungslöhne (FL)gegeben1.800,00 €
+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)1.800 × 180 %3.240,00 €
+ Sondereinzelkosten der Fertigunggegeben200,00 €
= Fertigungskosten5.240,00 €
= Herstellkosten (HK)Material- + Fertigungskosten9.944,00 €
+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)9.944 × 8 %795,52 €
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)9.944 × 6 %596,64 €
= Selbstkosten (SK)11.336,16 €
+ Gewinn11.336,16 × 12 %1.360,34 €
= Barverkaufspreis (BVP)weiter wie beim Handel (Skonto, Rabatt, USt)12.696,50 €
🧠 Merkhilfe Zuschlagsbasis: MGK auf FM · FGK auf FL · VwGK/VtGK auf HK · Gewinn auf SK. Ab dem BVP geht es weiter wie in der Handelskalkulation (Kundenskonto & -rabatt im Hundert, dann USt).

➗ Teilkostenrechnung: Alles aus EINER Gleichung

Umstellen können!

Nur vier Grundgrößen: p (Preis), kv (variable Stückkosten), Kf (Fixkosten), x (Menge). Alle Formeln sind Umformungen der Zentralgleichung:

G = (p − kv) · x − Kf
Deckungsbeitrag je Stück
db = p − kv
Beitrag jedes Stücks zur Fixkostendeckung
Deckungsbeitrag gesamt
DB = db · x
DB > Kf → Gewinn! (db klein = je Stück, DB groß = gesamt)
DB-Rate laut Lehrer weniger wichtig
dbr = db / p · 100
Wie viel % vom Preis übrig bleibt
Break-even-Menge
BEM = Kf / (p − kv)
Ab dieser Menge: Gewinn (G = 0 gesetzt, nach x umgestellt)
Zielmenge
x = (G + Kf) / (p − kv)
Wie viele Stück für den Wunschgewinn?
Zielpreis
p = (G + Kf) / x + kv
Welcher Preis für den Wunschgewinn?
Fixkosten
Kf = (p − kv) · x − G
= DB − G
Stückgewinn
g = db − Kf / x
Gewinn pro verkauftem Stück (= G / x)
Sicherheitsspanne
SS = x − BEM
Puffer bis zur Verlustzone (SS% = SS/x · 100)

📉 Die Preisuntergrenzen

kurzfristig ≠ langfristig!
Kurzfristige PUG
kPUG = kv
Absolute Untergrenze. Darunter erhöht jedes verkaufte Stück den Verlust.
OK wann? Nur kurzfristig: Restposten, freie Kapazitäten, Zusatzauftrag.
Langfristige PUG
lPUG = kv + Kf / x
Deckt alle Kosten (= Stück-Selbstkosten), aber keinen Gewinn.
OK wann? Vorübergehend: Markteinführung, starker Wettbewerbsdruck.
Zielpreis
= Selbstkosten + Gewinn
Alle Kosten gedeckt plus Gewinn.
OK wann? Der Normalfall – langfristig muss das Unternehmen Gewinn machen.

🧪 Break-even-Labor – zieh an den Reglern!

Der Break-even-Punkt ist der Schnittpunkt von Umsatzgerade U(x) = p·x und Kostengerade K(x) = kv·x + Kf. So zeichnest du ihn in der Schulaufgabe – hier siehst du live, was passiert:

x (Stück) {{ beXmaxTxt }} BEM = {{ beBem }} Kf U(x) – Umsatz K(x) – Gesamtkosten ← links: Verlustzone rechts: Gewinnzone →
Preis p{{ bePTxt }}
variable Kosten kv{{ beKvTxt }}
Fixkosten Kf{{ beKfTxt }}
db = p − kv = {{ beDb }}
BEM = Kf / db = {{ beBem }} Stück
Umsatz am BEP = {{ beUms }}
🔎 Beobachte: Steigen die Fixkosten, wandert der BEP nach rechts. Steigt der Preis, wird der db größer → BEP wandert nach links.

🗺️ Welche Formel für welche Frage?

PrüfungsfrageGesuchtFormel
Wie hoch ist der Gewinn?GG = (p − kv) · x − Kf
Ab wie vielen Stück wird Gewinn erzielt?BEMBEM = Kf / (p − kv)
Welcher Mindestpreis deckt alle Kosten?lPUGlPUG = kv + Kf / x
Lohnt sich ein Zusatzauftrag unter Normalpreis?kPUGkPUG = kv (kurzfristig!)
Wie viele Stück für einen Zielgewinn?xx = (G + Kf) / (p − kv)
Welcher Preis für einen Zielgewinn?pp = (G + Kf) / x + kv
Break-even zeichnen (mit Funktionen)?U = Kp·x = kv·x + Kf → auflösen

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Position%
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Einführung Wachstum Reife Sättigung Rückgang Break-even Gewinnmax. Umsatzmax. Umsatz / Gewinn Zeit Verlustzone Question Marks → investieren Stars → wachsen 🐕 Poor Dogs → desinvestieren 🐄 Cash Cows → abschöpfen relativer Marktanteil → (Trennlinie bei 1,0) Marktwachstum → 1,0
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🎓
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10 {{ examFullDesc1Lbl }} {{ vollMinTxt }} min {{ examFullDesc2Lbl }} {{ examFullDesc3Lbl }} {{ examFullDesc4Lbl }}
{{ gradeKeyTitleLbl }} 1 ab 92 % 2 ab 81 % 3 ab 67 % 4 ab 50 % 5 ab 30 % 6 darunter

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{{ exmTxt }}

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